PHASE XI

11 Jahre Teilbranchen Ideenräume

Eine Expedition mit der
Kultur- und Kreativwirtschaft.

Nach 10 Jahren Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft treten wir ein in eine neue Phase. PHASE XI: das 11te Jahr, 11 Teilbranchen und ab hier 11 neue Ideenräume. Schnittstellenprojekte von und mit der Kultur- und Kreativwirtschaft und anderen Branchen in der gesamten Bundesrepublik. PHASE XI ist ein Reißbrett für Zukunftsgestaltung, ein Frage- und Antwortspiel zur Gesellschaft von morgen.

Aktuelles

Aktuelles

Termine der Labs

Am 22.+23.09. findet eine Pionierfahrt des Labs Utopien der Mobilität statt: Aktives Parken für 22h48min - denn so lange parkt täglich das deutsche Durchschnittsauto. Ort: Venloer Straße, Köln. 

Vom 22.-24.09. eröffnet das Testmärkte Lab ihren Pop-Up Store als Zelt beim Haßlocher Bierfest!

Angeregt vom Amt für unlösbare Aufgaben öffnet das Heidelberger Bürgeramt (Altstadt) am 04.10. von 20-23 Uhr für alle Pendler, Vollzeitbeschäftigte und Nachtschwärmer seine Pforten und kümmert sich um alle lange aufgeschobenen Angelegenheiten.

Termine PHASE XI Intros 1-6 Experten sind sich einig: Zukunft kommt. Wir leiten sie ein mit unseren PHASE XI Intros, bei denen die Ergebnisse und Prototypen aller Labs erstmals der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Jeweils 1-2 Labs werden bei den Präsentationen besonders im Fokus stehen (es werden aber überall alle vorgestellt). Die Termine:

11.-15.10. PHASE XI Intro - Datatelling, THE ARTS+ @ Frankfurter Buchmesse

09.11. PHASE XI Intro - Utopien der Mobilität +  Microfactory, Dresden

16.11. PHASE XI Intro - 34 Ernten (foodlab) +  Systems of Belief (faithlab), Lübeck

21.11. PHASE XI Intro - Amt für unlösbare Aufgaben +  Testmärkte, Köln 

28.11. PHASE XI Intro - creativeALPSlab, Schliersee/ Neuhaus 

01.12. PHASE XI Intro - alle Labs, Berlin

Anmeldung: http://bit.ly/2jKal6k

WHAT'S NEXT? 11 Jahre, 11 Teilbranchen, 11 Ideenräume. Wir geben den Gestaltungsvorstellungen und -spielräumen der verschiedenen Netzwerke, Fachleute und Akteure einen Rahmen und schaffen Raum dafür, wie die Interessen der Kultur- und Kreativwirtschaft zukünftig noch besser kommuniziert werden können. Gemeinsam definieren wir so die 11 wichtigsten Positionen für die nächsten 11 Jahre.

Labs

Amt für unlösbare Aufgaben (AuA): Alternativen für Bürokratie

Willkommen in der Behörde von Morgen. Wir arbeiten an routinebrechenden Lösungsansätzen für die Verwaltung der Zukunft. zum Logbuch

Microfactory Lab: Produktions- und Arbeitsmodelle der Zukunft

Welche Prozesse und Lösungen sind notwendig, um einen Maker Space zu einem dezentralen Fertigungsort im Sinne einer Microfactory zu machen? zum Logbuch

Datatelling: Zukünftige Erzählweisen

Wir forschen an neuen Wegen, die Daten des Internets der Dinge für unsere Gesellschaft zugänglich zu machen, um Fragen zu beantworten, die uns interessieren und angehen. zum Logbuch

34 Ernten: Auf dem Weg zur Lebensmittelwende

Im Jahre 2050 wollen 10 Milliarden Menschen auf der Erde gesund und bezahlbar ernährt werden. Von diesem Datum sind wir noch 34 Ernten entfernt. Gemeinsam mit dem FoodLab der FH Münster entwickeln wir 11 Nahrungsmittelperspektiven der Zukunft. zum Logbuch

Testmärkte: Die Zukunft des deutschen Durchschnitts

Besteht ein Zusammenhang zwischen den Konsumentscheidungen und dem Wertekostüm der Deutschen? Anstatt zu erforschen, mit welcher Marketingstrategie sich ein Produkt unters Volk bringen lässt, wollen wir wissen, ob der Konsum die Einstellungen / Wertehaltungen / Meinungen der (“durchschnittsdeutschen”) Konsumenten verrät. zum Logbuch

Systems of Belief: Werte für ein neues Miteinander

Wie können Glauben und Werte Heilung bringen für ein aus den Fugen geratenes Wirtschaftssystem, das nur noch an seine eigene Verwertungslogik glaubt - und für eine Gesellschaft, in der mehr gebrüllt als miteinander geredet wird? Welche Antworten bieten Glaubenssysteme heute noch für ein besseres, ein menschlicheres Leben, Arbeiten und Wirtschaften? zum Logbuch

Utopien der Mobilität

Wir wollen Pionierfahrten starten, die auch belächelt und bestaunt werden – doch den Kopf öffnen für Bewegungen, die gerade noch absurd erscheinen. zum Logbuch

creativeALPSlab: Kultur- und Kreativwirtschaft in Berggebieten

Welche Ansätze hat die Kultur- und Kreativwirtschaft für die Entwicklung von Regionen? Mit welchen Geschäftsmodellen und Ideen kann die Kultur- und Kreativwirtschaft die Attraktivität des ländlichen Raumes steigern? zum Logbuch

Neueste Logbuch Einträge

Neueste Logbuch Einträge

Eine Bergpartie

Eine Bergpartie

Denken und Diskutieren in den Bergen der Ramsau. Das creativeALPSlab hat mit einem ersten Workshop seine Arbeit aufgenommen. Endlich Gedanken austauschen, gemeinsam Ideen entwickeln.

Mit von der Bergpartie im Bergkulturbüro in Ramsau waren unter anderem UX Designer, Theatermacherinnen, Philosophen, Architekten, Regionalmanagerinnen, Einheimische, Ausheimische und Alpengäste: 

Leonie Pichler - http://www.bluespotsproductions.de/

Severin Brettmeister - http://brettmeister.com/

Max Bachmeier - http://maxbachmeier.de/

Christof Isopp - http://www.verknuepfer.at/home.html

Anna Donderer - http://www.ratundtat-kulturbuero.de/

Flurina Gradin - https://www.zhdk.ch/person/9958

Alexander Schmid - http://www.smg-mb.de/

Ingrid Wildemann-Dominguez - http://www.smg-mb.de/

Veronika Müller - http://www.smg-mb.de/

Franz Keilhofer - http://www.gingerwood.de/de/

Nadine Schachinger - http://www.herz-flimmern.com/de/about-me/

Jens Badura - https://bergkulturbuero.wordpress.com/

Matthias Leitner - http://www.matthias-leitner.de/

Unsere Aufgabenstellung war folgende:

Was macht ein kreatives Milieu in Berggebieten aus? Welche Rolle spielen hier die besondere Nähe zu Traditionen aus Brauchtum, Handwerk etc.? Welche Möglichkeiten/Synergien und Stimulationen ergeben sich für einen Austausch zwischen den Berggebieten und urbanen Regionen und wie kann dieser gezielt befördert werden? Welche Narrative braucht es, um die Potentiale kultur- und kreativwirtschaftlicher Aktivitäten in Berggebieten an die unterschiedlichen Stakholder (Kreative, Wirtschaftstrebende, Lokal- und Regionalpolitik, lokale Kulturräume etc.) kenntlich zu machen? 

Nach zwei Intensiven Tagen sind alle wieder erschöpft in die Täler, auf die Berge, in die flache Fremde zurückgekehrt und das creativeALPSlab-Team plant jetzt die nächsten Schritte. Bald mehr an dieser Stelle.

(alle Bilder @Nadine Schachinger)



Schalter oder Touchscreen?

Schalter oder Touchscreen?

Hinsichtlich unserer Hardware gibt es eigentlich kaum Diskussionsbedarf. Warum auch? Schließlich haben wir das Herzstück des ganzen Projekts ja bereits im Keller stehen. „Salsa 95“, sowas wie die Oberklasse der Einkaufswagen.

In königlich anmutendem Ultramarinblau und mit elegantem Komfortgriff war er bereits unsere halbe Miete. Auch die restlichen Komponenten, ein Raspberry Pi zur Steuerung und ein EM-18 RFID Leser und Schalter, waren relativ naheliegend, ebenso die Laptops und ein Bildschirm zum Programmieren. 

Aber was unser Team wirklich in zwei Lager spaltete, ist die Frage, wie der StoryTrolley zu bedienen sein soll: über Schalter oder über einen Touchscreen? Wichtig bei der Entscheidung war vor allem die Frage, wie modern der Kunde wohl sei. Ist ein Touchscreen sowohl von jüngeren als auch von älteren Generationen intuitiv bedienbar? Schließlich soll unser smarter Einkaufswagen das Einkaufen ja erleichtern und nicht ein ingenieurswissenschaftliches Studium voraussetzen. Ganz so kompliziert ist es zwar nicht, doch in der Regel trifft man im Alltag eher seltener auf Rentner/innen, die sich gerade rege mit ihrem Smartphone beschäftigen. Apropos Smartphone: Der Touchscreen, den wir schon mal präventiv bestellt hatten, ist ca. 7 Zoll groß und bietet damit nicht viel mehr Schaufläche als die großen Modelle von Apple, Samsung und Co. 

Wenn man neben die eigentlich Inhalte dann also auch noch das Bedienmenü quetscht, muss man also Kunde schon ziemlich die Augen zusammen kneifen, um alles zu erkennen – auch nicht unbedingt verbraucherfreundlich. Außerdem entstand eine Debatte darüber, wie es um Touchscreens im öffentlichen Raum steht. Seit langer Zeit verwendet der Großteil der Geldinstitute Touchscreens bei ihren Bankautomat. Und immer wieder sieht man, dass diese beschädigt werden, sei es durch Kratzer oder sogar Brennspuren. 

Ein Schalter ist vor Vandalismus zwar auch nicht geschützt, aber immerhin nicht so umständlich und kostenintensiv auszutauschen. Auf Grund all dieser Argumente entschieden wir also schließlich, dass ein Touchscreen zwar wesentlich eleganter wäre, grobe Schalter aber einfach praktischer sind. 

An dieser Stelle ist es vermutlich interessant zu erwähnen, dass unser Testmarkt wohl zuvor über eine Informationsmöglichkeit durch ein Tablet am Eingang des Marktes verfügte. Als wir dort eintrafen, war außer einem Kabelsalat allerdings kein Tablet mehr anzutreffen. Ob auf Grund von Vandalismus, Diebstahl oder reine Wartungsarbeiten – vielleicht waren die Schalter wirklich eine gute Entscheidung

Marktgeschrei

Marktgeschrei

Der Testmarkt der Zukunft kommt nach Haßloch.

Erleben Sie auf dem Andechser Bierfest, wie Markt- und Meinungsforschung in Zukunft funktionieren könnte. Wie verräterisch ist Ihr Einkaufswagen? Was erzählt er uns über Ihre Ängste, Wünsche und Überzeugungen?Besuchen Sie den Testmarkt der Zukunft und finden Sie es heraus. Und zwar unter diesem Zelt, dass Antje und Christoph schon mal testweise für euch aufgebaut haben. Und nein, das ging natürlich nicht so schnell wie in diesem Video.

DEINE Aufgabe, MEINE Aufgabe

DEINE Aufgabe, MEINE Aufgabe

In Münster findet derzeit die vielbeachtete Ausstellung Skulptur Projekte 2017 statt. In der ganzen Stadt wird man mit den unterschiedlichsten Arbeiten konfrontiert. Unserem Kompetenzteammitglied Philipp Overberg ist dabei besonders eine große Tafel mit zehn Sätzen in englischer Sprache ins Auge gesprungen. Den Bezug zu unserer Aufgabenstellung schildert er hier: 


TEILE DEIN ESSEN 

MIT EINEM FREMDEN


"Ein Werk aus dem Jahr 2016 mit dem Titel „Daytime Task“. Der Künstler stellt dem Betrachter zehn Aufgaben, die zu den ungewöhnlichsten Interaktionen auffordern. „Teile dein Essen mit einem Fremden.“ Wer macht denn sowas? Einfach so? Wie viele Leute wohl schon eine von Koki Tanakas Aufgaben erfüllt haben? Ob es wohl jemanden gibt, der alle geschafft hat? An einem Tag?

 Dieses Werk verlangt dem Betrachter einiges ab. Denn mit dem bloßen Betrachten ist es nicht getan. Der Rezipient soll offenbar aktiv werden. Und damit überträgt der Künstler uns allen nicht nur die zehn überraschenden Aufgaben auf der Tafel, sondern nimmt uns auch noch in die Pflicht, aktiv am Gelingen des Kunstwerks mitzuarbeiten. Die Tafel ist nur ein Teil des Werks. Die vom Künstler gewollte Verhaltensänderung und Interaktion und alle damit verbundenen inneren Vorgänge wie sich selbst motivieren, Ängste überwinden, abwägen, zweifeln, entscheiden sind der entscheidende Part: Die Rolle des aktiven Rezipienten.

Möglicherweise ist die Verantwortung des Rezipienten für das Gelingen des künstlerischen Akts auch gar nicht so groß wie sie zunächst zu sein scheint. Vielleicht reicht es auch schon, wenn man sich mit den Aufgaben auseinandersetzt, die der Künstler uns gestellt hat, ohne sie in die Tat umzusetzen. Bereits das Durchspielen eines der Szenarien im Kopf verändert etwas in mir, indem ich mich damit beschäftige. Es verändert möglicherweise auch mein zukünftiges Verhalten in der Interaktion mit anderen. Einfach nur, weil ich den künstlerischen Eingriff in mein Leben in der Fantasie zulasse: WAS WÄRE, WENN?  Denn das Nachdenken lenkt meine Aufmerksamkeit auf Fragen, die ich mir im Alltag normalerweise nicht stelle. Fragen nach dem Zusammenleben mit anderen Menschen. Wie kann oder soll das gestaltet werden? Wie will ich mit anderen umgehen? Was bin ich bereit, in der sozialen Interaktion zu riskieren?

So oder so: dieses Kunstwerk fordert den Rezipienten mit seinem Denken, Fühlen und Handeln in ganz besonderer Weise. Die künstlerische Intervention nimmt Einfluss auf das Leben des Rezipienten weit über die eigentliche Rezeptionssituation hinaus. Das Kunstwerk ist auf die Aktion des Rezipienten angewiesen. Gleichzeitig hat der Künstler keine Kontrolle darüber, wie der Rezipient sich zu den Aufgaben verhalten wird. Das Ergebnis ist völlig offen.

 Warum mich diese künstlerische Arbeit so beschäftigt? Weil wir im food lab Kompetenzteam gerade ganz ähnliche Fragestellungen bearbeiten: Wie kann ein künstlerischer Ansatz aussehen, der Ernährungsperspektiven für die Zukunft aufzeigt? 


                  Unser Ausgangspunkt: 

Wir stellen den Konsumenten in den Mittelpunkt, so wie der Künstler den Rezipienten. Wir schreiben ihm eine aktive Rolle zu, wollen seine sensorische Kompetenz fördern. Wir schreiben nichts vor, sondern regen an zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema. 

                   Der Weg dahin: 

Zunächst müssen wir eine Situation schaffen, in der der Konsument sich bewusst, frei und selbstbestimmt mit dem Thema beschäftigen kann. Das Projekt „Mittagstisch“, das wir bereits an anderer Stelle vorgestellt haben, bietet dafür eine gute Plattform. In einem weiteren Schritt wollen wir mit kleinen Aufgaben die Situation verfremden oder zuspitzen, um eine bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Sensorik zu ermöglichen.


 Die Entwicklung vom Konsumenten zum Pro-sumenten kann nur über eigene Erfahrungen laufen. Wir wollen für kleine Aha-Erlebnisse sorgen, die zu einem bewussteren Konsumieren, im Idealfall sogar Genießen, und schließlich zu mehr Wertschätzung für Lebensmittel führen. Diese Erfahrungen kann jeder nur selbst machen, aber nicht (nur) alleine. Die soziale Interaktion in der Gruppe ist ein entscheidender Katalysator. Essen und Genießen in Gemeinschaft ist einerseits der Kitt, der Gesellschaften zusammenhält, andererseits das wundervolle Erlebnis, ganz bei sich selbst zu sein: ökonomisch unproduktiv, geistig angeregt und offen für Interaktion. Insofern ist es bestimmt kein Zufall, dass Koki Tanakas erste Aufgabe das Thema Essen aufgreift und damit direkt ins Herz trifft:

 „Share your food with a total stranger.“

Alle anzeigen

Partner

Kontakt